Euro treibt Mazda in die Verlustzone

17.11.2000

Der japanische Autobauer Mazda will wegen des schwachen Euro einen Teil seiner Produktion nach Europa verlegen.

Währungsverluste sind mit Schuld, dass der Ford-Partner für das am 31. März endende Geschäftsjahr mit dem bisher höchsten Gruppenverlust von knapp 50 Milliarden Yen (eine Mrd DM/530 Mio Euro) rechnet. Wegen der Euroschwäche, der Stärke des Yen und schleppender Verkäufe in Europa und den USA hatte Mazda nach Mitteilung vom Freitag im ersten Halbjahr rote Zahlen geschrieben.

Danach fuhr der Autobauer zwischen April und September einen Gruppenverlust von netto 9,59 Milliarden Yen ein. Das entspreche einem Verlust je Aktie von 7,85 Yen. Eine Dividende will Mazda in diesem Jahr nicht zahlen. Als Konsequenz aus der Euro-Schwäche kündigte Mazda an, eines seiner Hauptwerke in Hiroschima zum Ende September 2001 zu schließen. Ein Teil der dortigen Produktion von Exportmodellen soll im Jahre 2003 in ein Werk des US-Konzerns Ford in Europa verlegt werden. Betroffen sind die Modelle «Demio Sedan» und der in Europa als 323-5HB vertriebene «Demio». Gegenwärtig fertigt Mazda im Ujina-Werk in Hiroschima 60 000 bis 80 000 Stück der beiden Modelle.

Mazda wollte den Standort des Fordwerkes noch nicht nennen. Ziel sei es, dort jährlich rund 100 000 Fahrzeuge dieser Modelle zu bauen. Der Rest der Produktion soll auf zwei heimische Werke verteilt werden. Der Autokonzern exportiert mehr als 60 Prozent seiner Produkte. Auf Europa entfällt dabei rund ein Viertel des Umsatzes. Mazda verkaufte in Europa im ersten Geschäftshalbjahr 100 151 Fahrzeuge. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 240 756 Autos gewesen.

 

AURECON

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