22.06.2001
Der Präsident der Europäischen Kommission, Romano Prodi, hat einem Magazinbericht zufolge auf Kursrisiken für den Euro bei der Einführung des Euro-Bargelds zum Jahreswechsel hingewiesen. Bei einem Treffen mit Managern in Brüssel habe Prodi Studien zitiert, nach denen bis zu 40 Prozent der außerhalb Deutschlands im Umlauf befindlichen Mark dann nicht in Euro sondern in Dollar getauscht würden, berichtet das Magazin "Focus" am Samstag vorab aus seiner jüngsten Ausgabe. Von insgesamt 280 Milliarden Mark seien mehr als 100 Milliarden Mark außerhalb Deutschlands, vor allem in Osteuropa im Umlauf. Dem Bericht zufolge befürchte Prodi, dass diese Gelder in die US-Währung gewechselt und damit der Euro-Kurs weiter belastet werde.
EU-Kommissionssprecherin Beate Gminder bestätigte die Bemerkungen des Kommissionspräsidenten. Allerdings wies sie darauf hin, Prodi habe keine Zahlen genannt, wieviel Mark sich außerhalb Deutschlands im Umlauf befindet.
Prodi habe zudem angemerkt, dass auch die steigende Inflation eine Gefahr für den Wert des Euro darstelle, berichtet das Magazin weiter. Der Kommissions-Präsident habe zudem darauf hingewiesen, dass die Mitgliedsstaaten für die Werbe-Kampagne zur Euro-Einführung am 1. Januar 2002 viel mehr Geld aufbringen müssten.
AURECON
VERMÖGENSBERATUNGSGESELLSCHAFT MBH
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