Euro-Tester finden reißenden Absatz

Gerüchte über falsche Euro-Geldscheine verunsichern die Verbraucher. Doch technische Hilfsmittel, mit denen man die Scheine überprüfen kann, sind nur begrenzt zu empfehlen

 

In wenigen Wochen halten die Verbraucher die neuen Eurogeldscheine in der Hand. Vor dem Start der neuen Währung steht für viele Bürger das Thema Sicherheit im Mittelpunkt. Der Grund: Gerüchte über Blüten, die nach Einführung des Euro auftauchen könnten. Viele verunsicherte Verbraucher greifen zu technischen Hilfsmitteln, wie etwa zu so genannten Euro-Test-Stiften oder Lupen, mit denen man die Scheine überprüfen kann. Doch mit diesen Mitteln können Verbraucher nicht unbedingt überprüfen, ob es sich um echte Euroscheine handelt.

Der Euroexperte bei der Landeszentralbank in Düsseldorf, Ralf Zimmermann, empfiehlt, bei Bedarf die Banknoten auf mehrere Echtheitsmerkmale hin zu überprüfen. "Technische Hilfsmittel kann man zwar verwenden. Sie testen aber häufig nur einzelne Sicherheitsmerkmale", sagt Zimmermann. Seine Warnung: Diese Methoden könnten versagen. Besser beraten sei der Verbraucher mit dem Motto: "fühlen, sehen, kippen", bei der er selbst an dem Schein Stichtiefdruckelemente ertasten und Hologramme sehen könne. Weiteres Sicherheitsmerkmal sei das Durchsichtsregister, bei dem sich Zahlenfragmente auf den Scheinen im Gegenlicht zusammenfügten.

Stift erkennt Blüten

Umfassende Tests von technischen Hilfsmitteln beispielsweise für die so genannten Euro-Test-Stifte zur Überprüfung von Euroscheinen hingegen fehlen nach Angaben der Verbraucherzentrale in Düsseldorf. Das Produkt in Form eines Filzstifts soll laut Herstellerangaben auf einer unbedruckten Stelle eines Geldscheins angewendet werden. Falls sich der Strich in einer chemischen Reaktion gelb färbe und später wieder verschwinde, soll es sich um Echtgeld, bei einer Schwarzfärbung um eine Blüte handeln.

Nach Stichproben-Tests des Magazins "Finanztest" mit solchen Stiften schreibt das Blatt, bei einer Schwarzfärbung könne man häufig davon ausgehen, dass es sich um eine Blüte handele. Pferdefuß an der Geschichte: Auch trotz einer Gelbfärbung müsse es sich beim überprüften Schein nicht um eine echte Banknote handeln. Das Papier eines Magazinhefts habe sich bei einem Test gelb gefärbt und wäre demzufolge ein echter Geldschein.

Keine 100-prozentige Trefferquote

"Der Stift bietet keine 100-prozentige Trefferquote, das kann kein Gerät auf dem Markt", sagt auch Björn Schelle, Vertriebsleiter bei einer Hamburger Firma, die einen aus den USA importierten Teststift in Deutschland vertreibt. Der Stift für 20 bis 25 DM habe eine Trefferquote von 90 Prozent, sagt Schelle, der mit Handelsketten flächendeckend in Deutschland zusammenarbeitet.

Weiteres Überprüfungsmittel sind Minimikroskope, die mit einer rund zwanzigfachen Vergrößerung die Mikroschrift auf den Scheinen lesbar machen. "Dabei handelt es sich um ein offizielles Sicherheitsmerkmal, das der Verbraucher bei dieser Methode überprüfen kann", sagt Mario Ratzmann, Mitarbeiter einer Firma in Köln. Sie produziert und vertreibt seit zwei Jahren die Lupen für rund 20 DM. In einem Punkt machen Ratzmann und Schelle kurz vor der Einführung des Euro-Bargeldes die gleiche Erfahrung: Ihre Produkte finden bei Verbrauchern reißenden Absatz.

AURECON

VERMÖGENSBERATUNGSGESELLSCHAFT MBH

  Firmensitz Gauting - Handelsregister München  HRB 40415 - Geschäftsführer: Peter Odendahl 

Gründungsjahr: 1968

 

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