Steuerzahlerbund kritisiert Beschluss der
EU-Finanzminister
Der
Beschluss der EU-Finanzminister, Deutschland und Frankreich erst im Jahre 2005
wieder auf den Stabilitätspakt zu verpflichten, ist vom Bund der Steuerzahler
scharf kritisiert worden. „Damit ist der disziplinierenden Wirkung und dem
Geiste des Stabilitätspakts schwerer Schaden zugefügt worden“, sagte Steuerzahler-Präsident
Dr. Karl Heinz Däke. Außerdem sei die Entscheidung eine Ohrfeige für
diejenigen EU-Länder, die trotz konjunkturell schwierigen Zeiten das
Neuverschuldungkriterium erfüllen.
Nach Ansicht des Bundes der Steuerzahler stellt diese Lockerung des Paktes ein
Zugeständnis an die miserable Haushalts- und Finanzpolitik in Deutschland
insgesamt dar, die stets in neue, höhere Schulden flieht. „Wenn ein Staat
angesichts von Gesamtausgaben von über 600 Milliarden Euro nicht in der Lage
ist, sechs Milliarden - also weniger als ein Prozent - einzusparen, dann ist das
eine Bankrotterklärung“, sagte Däke.
Nach Meinung des Steuerzahlerbundes sei die Misere in den öffentlichen
Haushalten zum Großteil hausgemacht, denn die Steuereinnahmen bewegen sich auf
dem Niveau vom letzten Jahr und schon ab 2004 sollen sie wieder deutlich
ansteigen. „Es gibt also kein Problem bei den Staatseinnahmen, sondern der
Staat gibt zuviel aus. Das ist das Problem“, so Däke weiter. In diesem Jahr
sind die Ausgaben von Bund, Ländern und Gemeinden im Vergleich zu letztem Jahr
kräftig angestiegen.
„Der Pakt ist durch den Stopp des Defizitverfahrens zu einem zahnlosen
Papiertiger verkommen und dem weiteren Marsch in die Staatsverschuldung zu
Lasten heutiger und künftiger Steuerzahler ist Tür und Tor geöffnet“, so Däke
abschließend.
AURECON
VERMÖGENSBERATUNGSGESELLSCHAFT MBH
Firmensitz Gauting - Handelsregister München HRB 40415 - Geschäftsführer: Peter Odendahl
Gründungsjahr: 1968
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